Junge Menschen

Eine Besonderheit für junge Menschen auf dem Gerechtigkeitsgipfel ist das sogenannte „Jugend-Panel“. Dieses richtet sich ganz speziell an SchülerInnen und Jugendliche von 15 bis 20 Jahren.
Nach dem Motto „Von der Jugend für die Jugend“ dürfen sich hier engagierte Jugendliche einbringen und das komplette Programm mit ReferentInnen, Beiträgen und Infoshops gestalten. Es wird drei Workshops geben, die rein von jungen Leuten organisiert werden. Bisher stehen folgende fest:

Foto_Laura_Guntrum

1. Workshop mit dem Titel „Macht der Visumspolitik – Ungerechtigkeit im Hinblick auf globale Mobilität“. Organisiert wird der Workshop von Laura Guntrum, Studentin der Kulturwissenschaften mit Lateinamerikaschwerpunkt und der Europawissenschaften an der Universität Passau.

Inhalt des Workshops:
Wir teilen unsere Welt mit knapp 7,2 Milliarden Menschen in machtvollen, asymmetrischen Strukturen. Während die Visumsvergabe bei Reisen außerhalb des Schengen-Raums für deutsche StaatsbürgerInnen meist selbstverständlich und unproblematisches ist, geht es viele Menschen aus anderen Ländern leider ganz anders. Besonders im globalen Süden werden Visumsanträge sehr oft abgelehnt – in Guinea beispielsweise liegt die Ablehnungsrate bei knapp 50 Prozent. Solche Strukturen wirken ausgrenzend, diskriminierend und fördern globale Ungerechtigkeiten.
Am 26.11.2016 möchte ich gemeinsam mit Euch kritisch reflektieren, welche Folgen und Auswirkungen die Visumspolitik auf viele Menschen hat. Ziel ist es, bestehende Systeme zu analysieren und durch Sensibilisierung eventuelle Lösungsansätze für das Problem zu erarbeiten.

 

Foto_Philipp_Herrmann2. Workshop, der einen kritischen Blick auf die globale Wirtschaft wirft, organisiert von Philipp Herrmann, Student der Humangeographie – Stadt- und Regionalentwicklung an der Universität Bayreuth.

Inhalt des Workshops:
Ziel Nr. 8 der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung:
„Dauerhaftes, inklusives und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle fördern.“
Dauerhaftes Wachstum, wie ist das möglich? Hat unser Planet endlose Kapazitäten für ein ewiges Wachstum von Wirtschaft, Industrie und Landwirtschaft? Können wir darauf vertrauen, dass der technologische Fortschritt und die (freien?) Marktmechanismen rechtzeitig zu Lösungen für unsere globalen Probleme führen? Oder ist es an der Zeit das Dogma vom ewigen Wachstum abzulegen? Welche Alternativen gibt es überhaupt zum größtenteils unhinterfragten neoliberalen Wirtschaftssystem?
Diese und viele weitere Fragen möchte ich mit Euch am 26.11.2016 in Landshut diskutieren. Ziel soll es sein, unsere Meinungen, unser Wissen und unsere Wünsche für UNSERE Welt auf einen Nenner zu bringen und das Ganze in die Landshuter Erklärung einfließen zu lassen.

 

3. Workshop zum Thema „„Mehr Gleichberechtigung bei Bildung für Kinder und Jugendliche aus aller Welt“ von Magdalena Holmer und Sandra Wocheslander von der Unicef-Hochschulgruppe Landshut

Inhalt des Workshops:
In diesem Workshop werden wir uns mit dem Thema „Gleichberechtigung bei der Bildung“ beschäftigen. Dazu werden wir anhand der Fakten die aktuelle Lage besprechen und analysieren, welche Rolle die Gleichberechtigung, als eines der Sustainable Development Goals, in der Entwicklung unserer Zukunft einnimmt. Wir werden außerdem diskutieren, ob es überhaupt möglich ist, jedem Menschen auf dieser Welt eine gute Bildung zu gewährleisten und, ob das das wahre Ziel der Entwicklungshilfe ist.
Ihr werdet neben dem auch noch etwas über die Rolle und die Projekte von UNICEF in diesem Bereich erfahren. Als das Endprodukt des Workshops werden wir daher gemeinsam eine Forderung zur Gleichberechtigung bei der Bildung entwickeln, die später zusammen mit den anderen Forderungen übergeben wird.

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